Selbstwahrnehmung verbessern klingt erstmal abstrakt – aber in Episode 4 von Weiter im Chaos wird es überraschend konkret, ehrlich und ja, auch ziemlich witzig. Kevin dreht den Podcast leicht angetrunken auf, Christian hat ein paar echte Aha-Momente aus dem Buch The Daily Stoic mitgebracht, und gemeinsam zerlegen die beiden, was es wirklich bedeutet, sich selbst zu kennen – ohne Selbstlügen, ohne Corporate-Coaching-Blabla. Was du hier mitnimmst: drei sofort umsetzbare Tipps, einen Persönlichkeitstest-Tipp und eine Geschichte über eine Nudel, die ein Strohhalm war.
In dieser Folge von Weiter im Chaos dreht sich alles rund um Die Selbstwahrnehmung – mit ehrlichen Einblicken und praktischen Tipps aus erster Hand.
Was dich in dieser Episode erwartet
- 16Personalities-Test live besprochen: Kevin ist Aktivist, Christian ist Verteidiger – und beide erkennen sich erschreckend gut darin wieder.
- Journaling als Selbstwahrnehmungs-Tool: Warum drei Sätze pro Abend dein Leben verändern können – und warum es nach zwei Wochen trotzdem schwierig wird.
- Meditation als Einstieg: Christian meditiert seit einem Jahr alle zwei Tage 15 Minuten – und schwört darauf, obwohl er es früher für esoterischen Quatsch hielt.
- Fremdwahrnehmung vs. Selbstbild: Warum du aufhören solltest, Posts nicht hochzuladen, weil du dich fragst, was andere denken könnten.
- Persönlichkeit verändern – geht das wirklich? Kevin und Christian sind sich einig: Aus einem Aktivisten wird kein Analytiker – und das ist auch gut so.
- Dankbarkeit im Alltag: Wie eine Vietnam-Reise und ein einfaches Abend-Journal Christians Blick auf Kleinigkeiten komplett verändert haben.
- Story der Woche: Kevins Samstagabend endet mit einer essenden Nudel – die er für einen Strohhalm hielt.
Wie funktioniert der 16Personalities-Test und was bringt er für die Selbstwahrnehmung?
Der 16Personalities-Test (16personalities.com) besteht aus 30 bis 40 Fragen und ordnet dich einem von 16 Persönlichkeitstypen zu. Er zeigt Stärken, Schwächen und typische Verhaltensmuster – und hilft dir zu verstehen, warum du in bestimmten Situationen immer wieder gleich reagierst. Für viele ist das ein echter Aha-Moment.
Kevin hat den Test durch seinen Mitbewohner kennengelernt und war zunächst skeptisch. Nach dem Test war er überrascht, wie präzise die Beschreibung des Typs Aktivist auf ihn passte: energiegeladen, kreativ, gesellig, mit einem Hang zu vielen Ideen gleichzeitig – aber Schwierigkeiten beim langfristigen Fokus. Sein Beispiel: der geplante B-Roll-Sonntag, den er bisher nur einmal wirklich durchgezogen hat.
Christian kam als Verteidiger raus – sanftmütig, loyal, aber auch streitsüchtig, wenn es um den Schutz von Freunden oder Familie geht. Der Satz, der ihn am meisten getroffen hat: Verteidiger fühlen sich im Scheinwerferlicht nie wirklich wohl und können ein schlechtes Gewissen dabei haben, für die Arbeit des Teams Lorbeeren einzuheimsen. Wer Christian kennt, weiß: das trifft zu. Wichtig dabei: Der Test ist kein Käfig. Er ist ein Spiegel. Du musst nicht jede Aussage auf die Goldwaage legen – aber die Grundmuster liefern echten Mehrwert.
Was sind die besten Methoden, um sich selbst besser kennenzulernen?
Die drei Methoden, die in dieser Episode konkret empfohlen werden: erstens ein tägliches Journaling – positive wie negative Beobachtungen aufschreiben. Zweitens regelmäßige Meditation, auch nur 10 bis 15 Minuten täglich. Drittens bewusst entscheiden, statt auf äußere Meinungen zu warten – und sich selbst dabei zu vertrauen.
Christian hat das Journaling durch das Buch Die Gesetze der Gewinner von Bodo Schäfer kennengelernt. Die Idee: ein Erfolgsjournal für positive Tageserlebnisse und ein Erkenntnisjournal für Selbstbeobachtungen. Der Effekt? Man wird achtsamer für Kleinigkeiten. Auch Kevin hat eine ähnliche Erfahrung gemacht: An schlechten Tagen, an denen man eigentlich nichts erlebt hat, zwingt einen das Aufschreiben dazu, sich noch etwas Gutes zu tun – etwa joggen gehen oder jemanden anrufen.
Was beide betonen: Selbstwahrnehmung bedeutet nicht, sich zu verbiegen. Es geht darum, ehrlich mit sich zu sein – auch wenn das unbequem ist. Christians Beispiel: Er hat lange einfach Ja und Amen gesagt, um niemanden zu verletzen. Erst als er sich das eingestanden hat, konnte er anfangen, offener und direkter zu kommunizieren – und das hat seinen Beziehungen gut getan.
Häufig gestellte Fragen
Kann man seine Persönlichkeit wirklich verändern?
Kurzfristig kann man bestimmte Verhaltensweisen trainieren, aber den Kern der eigenen Persönlichkeit dauerhaft zu verändern, gelingt selten. Kevin und Christian sind sich einig: Wer krampfhaft versucht, ein anderer Typ zu werden, fühlt sich irgendwann falsch – und fällt ins alte Muster zurück. Besser: die eigene Persönlichkeit verstehen und damit arbeiten.
Was bringt der 16Personalities-Test wirklich?
Er liefert einen strukturierten Überblick über deine Stärken und Schwächen und hilft dir zu verstehen, warum du in bestimmten Situationen so reagierst, wie du es tust. Er ersetzt keine Therapie oder echte Selbstreflexion – aber er ist ein guter Einstiegspunkt. Am besten: erst den Test machen, dann die Beschreibung lesen.
Wie fange ich mit Meditation an, wenn ich ein kompletter Anfänger bin?
Christian empfiehlt, klein anzufangen – zum Beispiel 10 bis 15 Minuten alle zwei Tage. Am Anfang fühlt es sich seltsam an, aber der Effekt auf die Selbstwahrnehmung ist spürbar. Früher hielt Christian Meditation für esoterischen Quatsch – heute ist es fester Teil seiner Routine. Ein eigener Podcast-Themenschwerpunkt dazu ist bereits geplant.
Fazit und deine 3 Takeaways
Episode 4 ist eine der persönlichsten Folgen von Weiter im Chaos – ehrlich, manchmal chaotisch, aber voller echter Impulse rund ums Thema Selbstwahrnehmung. Kevin und Christian zeigen, dass man keine perfekte Routine braucht, um an sich zu arbeiten – man muss nur anfangen.
- Mach den Test: Besuche 16personalities.com, beantworte die Fragen ehrlich und lies deine Persönlichkeitsbeschreibung aufmerksam durch – nicht um dich daran festzunageln, sondern um dich besser zu verstehen.
- Schreib abends drei Sätze auf: Was war heute gut? Was hast du über dich gelernt? Egal wie der Tag war – dieses kleine Ritual schärft über Wochen deine Selbstwahrnehmung spürbar.
- Hör auf, auf Erlaubnis zu warten: Ob Post, Video oder Entscheidung – tu es, wenn es sich für dich richtig anfühlt. Was andere darüber denken, ist weniger wichtig als das, was du selbst darüber denkst.
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