Einen Podcast starten ist leichter gesagt als getan – aber nach 52 Folgen und gut zwei Jahren Weiter im Chaos können Christian und Kevin endlich mit echter Erfahrung darüber reden, was funktioniert, was schief geht und warum sie überhaupt noch dabei sind. In dieser Episode dreht sich alles um uns, den Podcast und das, was hinter den Kulissen wirklich passiert. Du bekommst ehrliches Behind-the-Scenes-Material, konkrete Tool-Empfehlungen und jede Menge Learnings, die dir den Start erleichtern.
In dieser Folge von Weiter im Chaos dreht sich alles rund um Podcast Starten – mit ehrlichen Einblicken und praktischen Tipps aus erster Hand.
Podcast Starten: Was dich in dieser Episode erwartet
- Warum wir überhaupt angefangen haben – und wie Folge 1 eigentlich Folge 1.5 wurde, weil wir fünf Anläufe gebraucht haben
- Das größte Überraschungsmoment nach 50+ Folgen: wer alles heimlich zuhört und warum das motiviert
- Unsere komplette Tech-Kette – von Rode-Mikro über TeamSpeak und GarageBand bis zu Anchor
- Warum Disziplin wichtiger ist als Talent beim Podcasten – und was uns wirklich am Laufen hält
- Das Rebranding und warum Christian sich früher geschämt hat, den Podcast auf Instagram zu teilen
- Welche Folgen uns am meisten gebracht haben – Spoiler: die Matthias-Episode taucht zweimal auf
- Was wir uns für die Zukunft vorgenommen haben – von ETFs über Social Business bis zum Fußballkommentator als Gast
Wie startet man einen Podcast mit wenig Budget?
Für einen soliden Podcast-Start brauchst du drei Dinge: ein gutes Mikrofon (ca. 150 Euro, z.B. von Rode), eine Kommunikationslösung für Remote-Aufnahmen (z.B. TeamSpeak) und ein kostenloses Aufnahmeprogramm wie GarageBand. Zum Veröffentlichen reicht der kostenlose Dienst Anchor, der die Episode automatisch auf Spotify, iTunes und Co. verteilt.
Christian und Kevin haben genau so angefangen – mit diesem Setup produzieren sie seit über zwei Jahren regelmäßig Inhalte. Die Erkenntnis: Das Equipment ist nicht das Problem. Die erste Folge klang auf TeamSpeak noch chaotisch, die Tonqualität war ausbaufähig, und trotzdem haben sie einfach veröffentlicht. Der wichtigste Schritt ist loszulegen, nicht perfekt zu sein.
Was Anchor angeht, gibt es allerdings auch Einschränkungen: Mehrere Kategorien lassen sich nicht gleichzeitig hinterlegen, Kapitelmarken funktionieren in der Form, wie sie die Dateien hochladen, nicht optimal, und visuelle Thumbnails pro Kapitel sind nicht möglich. Für den Einstieg reicht es aber absolut aus – und wer mehr will, kann später immer noch auf ein selbst gehostetes Setup wechseln.
Wie bleibt man bei einem Podcast langfristig dran?
Langfristig durchzuhalten gelingt vor allem dann, wenn der Podcast nicht primär für Reichweite gemacht wird, sondern weil man echten Spaß daran hat. Wer nach drei Folgen aufhört, weil die Abonnentenzahlen nicht stimmen, hat den falschen Motivator gewählt. Intrinsische Motivation – also der Austausch, das Lernen, die Reflexion – hält länger als externe Zahlen.
Christian und Kevin machen das explizit klar: Der Podcast ist kein Business-Projekt mit Monetarisierungsziel. Er ist ein Archiv ihrer Entwicklung, ein regelmäßiger Austausch unter Freunden und ein Ort, an dem Themen wie Selbstständigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Business aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Das Feedback aus dem Umfeld – Schulfreunde, Kollegen, Bekannte – ist ein willkommener Bonus, aber nicht der Treiber.
Ein konkretes Werkzeug für die Kontinuität: ein Ideen-Pool statt eines starren Content-Plans. Themen wie ETF-Investitionen oder Social Business schlummern dort schon länger, werden aber erst angegangen, wenn beide sich wirklich vorbereitet fühlen. Qualität vor Quantität – auch wenn es manchmal bedeutet, eine geplante Folge spontan umzuschmeißen.
Häufig gestellte Fragen
Welches Mikrofon empfehlen Christian und Kevin für den Podcast-Einstieg?
Die beiden nutzen Mikrofone von Rode, die sie vor etwa zwei Jahren für rund 150 Euro gekauft haben. Für den Einstieg ist das ihrer Meinung nach die einzige wirklich sinnvolle Investition – gute Tonqualität macht einen riesigen Unterschied, alles andere lässt sich kostenlos lösen.
Wie lang sollte eine Podcast-Episode sein?
Christian und Kevin haben sich nach anfänglichem Ausprobieren bei etwa einer Stunde eingependelt. Das fühlt sich für beide richtig an – manchmal sind es 45 Minuten, manchmal 70, aber eine Stunde ist der natürliche Rhythmus. Für Solo-Podcasts oder andere Formate kann das komplett anders sein.
Was ist der häufigste Fehler beim Start eines Podcasts?
Zu viel nachdenken, zu wenig machen. Die erste Folge von Weiter im Chaos brauchte fünf Anläufe und hieß dann Folge 1.5. Wer auf perfekte Technik, perfekte Struktur und perfekte Themen wartet, fängt nie an. Einfach loslegen und dann iterieren – das ist die ehrlichste Empfehlung aus über 50 Folgen Erfahrung.
Fazit und deine 3 Takeaways
Nach 52 Folgen, zwei Jahren und einem kompletten Rebranding zeigt Weiter im Chaos, dass ein Podcast vor allem dann funktioniert, wenn er aus echtem Interesse entsteht – nicht aus dem Wunsch nach schnellen Followern. Selbstreflexion, Disziplin und die Bereitschaft, einfach loszulegen, sind die drei Zutaten, die wirklich zählen.
- Starte mit minimalem Setup: Rode-Mikro (~150 €), GarageBand (kostenlos) und Anchor (kostenlos) reichen völlig aus – warte nicht auf das perfekte Equipment.
- Mach es für dich, nicht für die Zahlen: Wer einen Podcast aus echter Neugier und Lust am Austausch betreibt, bleibt länger dran als jemand, der auf virale Reichweite hofft.
- Hör dir deine eigenen Folgen an: Nichts macht dich schneller besser als zu hören, wie du wirklich klingst – Füllwörter, Sprechmuster und Gesprächsführung fallen so viel schneller auf.
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