Was ist eigentlich relevanter Content – und warum scheitern so viele dabei, ihn konsequent zu erstellen? In Episode 69 von Weiter im Chaos nehmen Christian und Kevin das Thema von allen Seiten auseinander: von Sex Sells über Emotionen in der Werbung bis hin zu der entscheidenden Frage, ob Content oder Kontext wirklich King ist. Du bekommst hier die wichtigsten Erkenntnisse kompakt zusammengefasst.
Relevanter Content: Was dich in dieser Episode erwartet
- Warum Sex Sells funktioniert – und welche Rolle Urinstinkte dabei spielen
- Emotionen als Werkzeug – wie Freude, Angst, Ekel und Erotik Content antreiben
- Content vs. Kontext – was wichtiger ist und wie beides zusammengehört
- Customer Journey verstehen – wann Content für deine Zielgruppe wirklich relevant wird
- Warum Quantität allein nicht reicht – und was Peter McKinnon damit zu tun hat
- Zielgruppe aktiv befragen – der unterschätzte Schritt, den kaum jemand macht
- Positives Mindset und Content Konsum – wie dein Feed deine Stimmung beeinflusst
Was macht relevanten Content aus und warum ist Relevanz so entscheidend?
Relevanter Content ist Inhalt, der exakt auf die Bedürfnisse, Interessen und den aktuellen Moment der Zielgruppe zugeschnitten ist. Relevanz bedeutet nicht, dass ein Thema objektiv wichtig ist – sondern dass es für die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt passt. Ohne diese Passgenauigkeit verpufft selbst hochwertig produzierter Content wirkungslos.
Christian bringt es in der Episode auf den Punkt: Relevanz ist für jeden etwas anderes. Er selbst wechselt zwischen Phasen, in denen er stumpf unterhalten werden will – etwa mit der Amazon-Serie Last One Laughing – und Phasen, in denen er Wissen aufsaugen möchte, zum Beispiel über Klimathemen auf YouTube. Wer als Creator oder Marke beides bedienen kann, hat einen echten Vorteil.
Die praktische Konsequenz: Bevor du irgendeinen Inhalt erstellst, kläre für dich drei Dinge. Erstens, was ist das Ziel deines Contents? Willst du Leads generieren, Aufmerksamkeit schaffen oder informieren? Zweitens, wen willst du erreichen – und was beschäftigt diese Menschen gerade wirklich? Drittens, auf welcher Plattform ist deine Zielgruppe aktiv, und was erwartet sie dort? Erst wenn das steht, macht es Sinn, über Format und Tonalität nachzudenken.
Was ist der Unterschied zwischen Content is King und Context is Queen?
Content is King beschreibt, dass Inhalte die Grundlage jeder digitalen Präsenz sind. Context is Queen ergänzt das: Es reicht nicht, viel zu veröffentlichen – der Inhalt muss im richtigen Zusammenhang stehen, zur Plattform passen und für die jeweilige Zielgruppe bedeutsam sein. Menge ohne Kontext führt zu Rauschen, nicht zu Reichweite.
Kevin trägt in der Episode buchstäblich ein T-Shirt von der dmexco, auf dem „Content“ durchgestrichen ist und stattdessen „Context is King“ steht. Das ist mehr als ein Wortspiel. Native Content – also Inhalte, die wirklich zur Plattform passen – funktioniert besser als recyceltes Material, das einfach überall gleichzeitig ausgespielt wird. Ein IGTV-Video lässt sich nicht einfach unverändert auf Facebook oder TikTok hochladen und die gleichen Ergebnisse erwarten.
Gleichzeitig betonen beide: Wer wachsen will, kommt um Quantität nicht herum. Kevin hat in 30 Tagen 30 Videos veröffentlicht und dabei innerhalb eines Monats über 3.000 TikTok-Follower gewonnen. Die Plattformen wollen Inhalte – und belohnen Creator, die regelmäßig liefern. Der Trick liegt darin, beides zu verbinden: kontinuierlich raushauen, aber immer mit einem klaren Ziel und einem echten Mehrwert für die Zuschauer.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich heraus, was meine Zielgruppe wirklich sehen will?
Frag sie einfach. Das klingt banal, wird aber kaum gemacht. Geh aktiv auf potenzielle Kunden oder Follower zu und frag, welche Inhalte sie sich wünschen, wo sie sich informieren und warum sie bestimmte Produkte kaufen. Diese direkten Antworten sind wertvoller als jede Analyse-Theorie.
Warum funktioniert Sex Sells in der Werbung so gut?
Weil es an Urinstinkten ansetzt. Emotionale Verbindungen entstehen durch starke Reize – darunter Erotik, aber auch Freude, Angst oder Wut. Positive Emotionen fördern den Verkauf dabei nachweislich stärker als negative. Erotik sollte dabei Gewürz sein, nicht Hauptspeise – sonst wirkt es billig und schadet der Marke.
Wie oft sollte man Content veröffentlichen, um auf Social Media sichtbar zu werden?
So regelmäßig wie möglich, ohne die Qualität dauerhaft zu opfern. Plattformen wie TikTok und Instagram belohnen Kontinuität algorithmisch. Wer konsequent postet, wird häufiger ausgespielt. Wichtig: Auch wenn nicht jeder Post ein Highlight ist – Reichweite entsteht über Zeit und Masse, nicht über einzelne perfekte Beiträge.
Fazit und deine 3 Takeaways
Relevanter Content entsteht nicht durch Zufall, sondern durch ein klares Verständnis von Ziel, Zielgruppe und Plattform. Content und Kontext gehören untrennbar zusammen – und wer beides konsequent denkt, hat gegenüber denen, die einfach drauflosposten, einen echten Vorsprung. Dazu kommt: Dein eigener Content-Konsum beeinflusst, wie du denkst und schaffst – also kuriere deinen Feed bewusst.
- Definiere vor jedem Content-Piece drei Dinge: Ziel, Zielgruppe und Plattform – erst dann entscheide über Format und Tonalität.
- Frag deine Zielgruppe aktiv: Interviews, Umfragen oder einfache Direktnachrichten liefern echte Insights, die kein Tool ersetzen kann.
- Veröffentliche regelmäßig, aber mit Kontext: Quantität bringt Reichweite, Qualität bringt Bindung – kombiniere beides statt dich zwischen ihnen zu entscheiden.
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