Selbstbewusstsein im Job ist kein Schalter, den man einfach umlegt – es ist eine Fähigkeit, die man durch echte Erfahrungen aufbaut. In Episode 87 von Weiter im Chaos reden Christian und Kevin mal so richtig offen darüber, wo sie selbstbewusst aufgetreten sind, wo ihnen der Stift gegangen ist – und was der Unterschied zwischen gesundem Selbstvertrauen und einer schlichten Lüge eigentlich ist. Diese Folge ist vollgepackt mit konkreten Storys aus dem echten Freelancer-Alltag, einem James-Clear-Zitat, das sitzt, und ein paar unbequemen Wahrheiten über Vergleiche auf Instagram.

Was dich in dieser Episode erwartet

  • Kevin bewirbt sich beim Phantasialand – und generiert darüber Freelance-Aufträge, ohne je fest anzufangen
  • Christians Geschichte als Fokuspuller bei einer National-Geographic-Produktion: Was passiert, wenn man sich für einen Job zusagt, bevor man die Technik kennt?
  • Die feine Linie zwischen Selbstbewusstsein und Lüge – und wann welche Seite überwiegt
  • James Clears Zitat über Stärken und Schwächen: Warum du dein Leben um deine Stärken designen solltest
  • Growth Mindset vs. Fixed Mindset: Der Unterschied zwischen „ich kann es nicht“ und „ich kann es noch nicht“
  • Warum Nervosität kein Feind ist – sondern ein Zeichen dafür, dass du dich fokussierst
  • Warum soziale Vergleiche via Instagram und LinkedIn das Selbstbewusstsein aktiv sabotieren

Wie viel Selbstbewusstsein im Job ist noch okay – und wann wird es zur Lüge?

Selbstbewusstsein im Job bedeutet, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und trotzdem mutig aufzutreten – auch wenn man nicht 100 Prozent sicher ist. Es wird zur Lüge, wenn man fundamentales Wissen vortäuscht, das man nicht hat, und keine Bereitschaft zeigt, die Lücke zu schließen. Entscheidend ist die Kombination aus Grundkompetenz, Lernbereitschaft und Transparenz.

Christian schildert in der Episode, wie er sich als Fokuspuller für eine große Produktion verpflichtet hat – obwohl er noch nie mit dieser spezifischen Kamera gearbeitet hatte. Er kannte das Prinzip des Fokusziehens, hatte Erfahrung am Set, wusste aber nicht, wie das konkrete Equipment funktioniert. Seine Lösung: einen Tag vorher hinfahren, offen mit dem Kameramann reden, alles einmal erklären lassen, und dann schnell lernen. Am Ende lief der Dreh für National Geographic – und Christian war mittendrin.

Kevin bringt es auf den Punkt: Es geht nicht darum, sich als Experte für etwas darzustellen, was man noch nie gemacht hat. Es geht darum, dem Gegenüber zu vermitteln, dass man lösungsorientiert, lernfähig und verlässlich ist. Soft Skills machen laut Kevin mindestens 80 Prozent des Jobs aus. Wer das versteht, braucht kein aufgeblasenes CV – sondern ehrliche Kommunikation mit Haltung.

Wie funktioniert die Bewerbungsstrategie von Kevin, um Freelance-Jobs zu landen?

Kevins Ansatz ist simpel aber effektiv: Er bewirbt sich auf Stellen, die nicht perfekt zu seinem Profil passen, führt das Gespräch – und sagt dann ab, mit dem Hinweis, dass er gerne auf Freelance-Basis für Projekte verfügbar wäre. Diese Methode hat er bei zwei Unternehmen ausprobiert, darunter das Phantasialand, und beide Male daraus Aufträge generiert.

Was auf den ersten Blick wie eine unkonventionelle Akquise-Strategie klingt, ist im Kern nichts anderes als Netzwerken mit Selbstbewusstsein. Kevin legt die Visitenkarte auf den Tisch – nicht als Bewerber, sondern als Freelancer, der Mehrwert liefern kann. Der Schlüssel ist dabei die Haltung: nicht betteln, sondern anbieten. Und genau das vermittelt Sicherheit, auch wenn man die Stelle selbst ablehnt.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich mein Selbstbewusstsein im Job stärken, wenn ich noch wenig Erfahrung habe?

Indem du aktiv Situationen suchst, die dich leicht überfordern – und dann lösungsorientiert vorgehst. Christian hat vor einem riesigen Set gezittert und trotzdem funktioniert. Der Grund: Er kannte seine Grundkompetenzen, war ehrlich über seine Lücken und hat sich einen Tag vorher vorbereitet. Erfahrung entsteht durch Tun, nicht durch Warten.

Was ist der Unterschied zwischen Growth Mindset und Fixed Mindset?

Fixed Mindset sagt: „Ich kann das nicht.“ Growth Mindset sagt: „Ich kann das noch nicht.“ Diesen Unterschied hat Kevin in der Folge direkt aufgegriffen: Wer glaubt, Fähigkeiten sind unveränderlich, stagniert. Wer glaubt, man kann dazulernen, geht Risiken ein – und wächst daran. Das ist auch die Grundlage für echtes Selbstvertrauen.

Warum schadet der Vergleich mit anderen auf Social Media dem Selbstbewusstsein?

Weil du immer nur das Ergebnis siehst, nie den Weg. Kevin hat LinkedIn und Instagram vom Privathandy gelöscht, weil der ständige Vergleich nichts bringt außer Unsicherheit. Thomas Edison hat tausend Versuche gebraucht, bis die Glühbirne funktionierte – die Leute erinnern sich nur an die Glühbirne, nicht an die tausend Fails davor.

Fazit und deine 3 Takeaways

Episode 87 von Weiter im Chaos ist eine der ehrlichsten Folgen, die Christian und Kevin je aufgenommen haben. Kein aufgesetztes Motivationsgequatsche, sondern echte Storys aus dem Freelancer-Alltag – mit Zittern vor dem Set, Absagen an Arbeitgeber und internen Debatten über Selbstbewusstsein versus Lüge. Das Fazit ist klar: Selbstvertrauen wächst nicht im Komfort, sondern durch das bewusste Aushalten von Unsicherheit.

  • Kenne deine Stärken und design deinen Alltag drum herum – James Clear hat es formuliert, Kevin und Christian leben es: Konzentriere dich auf das, was du wirklich gut kannst, und halte deine Schwächen nur im Blick, statt dich von ihnen definieren zu lassen.
  • Sei ehrlich über deine Lücken – aber kommuniziere deine Lernbereitschaft – Du musst nicht alles können. Du musst zeigen, dass du das Fehlende schnell lernen kannst und lösungsorientiert bist. Das ist mehr wert als ein perfektes CV.
  • Hör auf mit dem Vergleichen und geh in deine Discomfort Zone – Lösch Instagram vom Handy, wenn es dir schadet. Sag Ja zu dem Job, vor dem du Angst hast. Und wenn es nicht beim ersten Mal klappt, dann beim zweiten oder dritten.