Ein ehrlicher Jahresrückblick als Selbstständiger – das ist die längste Episode, die Weiter im Chaos je produziert hat. Christian und Kevin nehmen sich am 23. Dezember 2022 die Zeit, das vergangene Jahr wirklich durchzukauen: Was lief gut, was war Bullshit, und was steht 2023 auf dem Plan? In diesem Beitrag bekommst du die wichtigsten Erkenntnisse kompakt zusammengefasst.

Was dich in dieser Episode erwartet

  • Kevins stärkstes Monat überhaupt: Der Dezember 2022 wird sein erfolgreichster Monat – trotz Weihnachtszeit und entgegen jeder Erwartung.
  • Vom Freelancer zum Agenturchef: Arns denkt erstmals ernsthaft darüber nach, einen Studenten als Mini-Jobber einzustellen und Projekte zu delegieren.
  • Marathon als Business-Metapher: Kevin meldet sich für den Köln-Marathon am 2. Oktober an – nicht als Statussymbol, sondern als mentales Werkzeug für Business-Ausdauer.
  • Zusammenziehen als nächster großer Schritt: Christians Freundin Rosi und er ziehen Anfang Januar zusammen – mit allen finanziellen und logistischen Herausforderungen.
  • Mentale Gesundheit & Dankbarkeit: Christian nutzt die App ‚Stoic‘ täglich, um Dankbarkeit zu tracken – und merkt, dass das besonders in stressigen Wochen hilft.
  • Reisen als Anker: Beide stellen fest, dass Reisen ihre stärksten Jahreserinnerungen sind – von Schweden über Bali bis Barcelona.
  • Veganuary-Challenge: Kevin legt jedem nahe, im Januar vegane Ernährung auszuprobieren – und erklärt, warum er seit zwei Jahren selbst vegan lebt.

Wie wächst man als Freelancer zur Agentur – und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der Wechsel vom Freelancer zur Agentur beginnt, wenn man merkt, dass die eigene Zeit der einzige Engpass ist. Ein erster sinnvoller Schritt ist ein Minijobber oder Student, der repetitive Aufgaben wie Video-Schnitt übernimmt. So bleibt die Verantwortung überschaubar, während man selbst mehr strategisch arbeiten kann.

Kevin beschreibt in der Episode genau diesen Gedankengang: Er stellt sich vor, wie wertvoll ein solcher Job für ihn selbst während seines Studiums in Furtwangen gewesen wäre – ein bis zwei Projekte im Monat schneiden, von zu Hause aus, mit echtem Praxisbezug. Für ihn als Auftraggeber bedeutet das eine günstige Arbeitskraft, die seinen Editing-Stil lernt und skalierbar einsetzbar ist.

Sein Kollege Marc sieht das anders: Er bevorzugt Freelancer auf Projektbasis, weil die Verantwortung geringer ist und man flexibler bleibt. Beide Modelle haben ihre Berechtigung – die Frage ist, welches zur eigenen Phase und Persönlichkeit passt. Kevin hat sich entschieden: Er will wachsen, und dafür braucht er irgendwann ein Team.

Wie hilft ein Marathon-Ziel wirklich beim Aufbau eines Business?

Ein Marathon funktioniert als Business-Metapher, weil er dasselbe verlangt wie nachhaltiger Unternehmensaufbau: konsequentes Dranbleiben über Monate, auch wenn einzelne Etappen schwer sind. Das Ziel ist nicht der Ruhm am Ziel, sondern die Fähigkeit, nicht aufzugeben.

Kevin erklärt das in der Episode sehr direkt: Er hat sich für den Köln-Marathon am 2. Oktober 2023 angemeldet, nicht um damit anzugeben, sondern um sich selbst einen visuellen Anker zu schaffen. Wenn ein Business-Monat schwierig wird, kann er sich daran erinnern, dass er auch beim Laufen nicht aufgehört hat. Der Plan ist pragmatisch: jeden Monat mindestens 10 Kilometer, zweimal 20 Kilometer vor dem Event, einmal 30 – dann die 42 im Oktober.

Dazu kommt der körperliche Aspekt: Bei 82 Kilo auf 1,79 Meter weiß Kevin, dass er für die Distanz abnehmen muss. Die drei Monate vor dem Marathon plant er, keinen Alkohol zu trinken. Kein großes Statement – einfach pragmatisch und zielorientiert.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann man als Selbstständiger besser abschalten und mental gesünder arbeiten?

Christian nutzt die App ‚Stoic‘, in der er morgens und abends Dankbarkeit einträgt und philosophische Fragen beantwortet. Gerade in stressigen Wochen mit parallelen Projekten, Umzugsstress und Vermieter-Ärger half ihm das, die Perspektive zu behalten und nicht ins Negative abzudriften.

Was ist der Veganuary und lohnt er sich für Einsteiger?

Der Veganuary ist eine Initiative, bei der man den Januar lang vegan isst und täglich Rezepte und Infos bekommt. Kevin empfiehlt ihn als niedrigschwelligen Einstieg – man kann ihn aber auch in jedem anderen Monat starten. Die offizielle Seite liefert alles, was man zum Durchhalten braucht.

Wann lohnt es sich, einen Steuerberater als Freelancer zu engagieren?

Kevin hat bisher alles selbst gemacht – bewusst, um die Grundlagen zu verstehen. Sein Plan: Steuerberater engagieren, sobald man den groben Überblick hat, damit man einschätzen kann, ob der Berater richtig arbeitet. Blinder Verlass auf externe Hilfe ohne eigenes Grundwissen ist riskant.

Fazit und deine 3 Takeaways

2022 war für beide ein Jahr voller Gegensätze – stressige Monate, großartige Reisen, persönliches Wachstum und ehrliche Momente der Erschöpfung. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Im Moment checkt man selten, wie viel gerade passiert. Erst im Rückblick wird klar, wie weit man gekommen ist.

  • Setze dir ein konkretes Ziel mit Datum: Kevin hat den Marathon gebucht, bevor er bereit war – weil ein gebuchtes Ziel mehr zieht als eine vage Absicht. Gilt genauso für Business-Ziele.
  • Nutze tägliche Dankbarkeits-Reflexion: Auch zwei Minuten abends mit einer App wie ‚Stoic‘ verändern, wie du stressige Phasen bewertest – und das kostet nichts.
  • Delegiere früh, auch wenn es unbequem ist: Einen Studenten für Teilaufgaben einzubinden ist kein Kontrollverlust, sondern der erste Schritt vom Freelancer zum Unternehmer.

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