Gewohnheiten tracken ist leichter gesagt als getan – aber in Episode 99 von Weiter im Chaos zeigen Christian und Kevin, wie sie es tatsächlich angehen. Mit selbst gebauten Bullet Journals, App-Empfehlungen und ehrlichen Erfahrungen aus dem Alltag bekommst du hier konkrete Methoden, die wirklich funktionieren.

Was dich in dieser Episode erwartet

  • Wie Christian sich sein eigenes Bullet Journal von Grund auf selbst gebaut hat – und warum das besser funktioniert als gekaufte Varianten für 50 Euro
  • Welche Apps Kevin zum Sport-Tracking, Kalorienzählen und Workout-Planen nutzt
  • Was Atomic Habits von James Clear mit Gewohnheiten und Identität zu tun hat
  • Warum Kevin für einen Marathon trainiert – ohne je einen Halbmarathon gelaufen zu sein
  • Wie die beiden ihren Podcast jetzt auch visuell auf Video aufnehmen
  • Was ein „Second Brain“ ist und warum es deinen Kopf entlasten kann
  • Weshalb Kevin nach seinem Schweden-Trip mit einem selbst bestimmten Trainingsrhythmus zurückgekehrt ist

Wie funktioniert ein Bullet Journal für Gewohnheiten tracken?

Ein Bullet Journal für Gewohnheiten tracken ist ein selbst gestaltetes Notizbuch, das du individuell auf deine Ziele anpasst. Du trägst täglich ein, welche Gewohnheiten du erfüllt hast – zum Beispiel Sport, Schlafdauer, Meditation oder Lesen. Die Stärke liegt darin, dass du nur aufnimmst, was wirklich zu dir passt.

Christian hat sich in dieser Episode genau das gebaut: einen monatlichen Überblick, einen Gewohnheitstracker für Dinge wie Fitness, Schlaf, Supplements und Lesen, ein Dankbarkeitsjournal und einen Braindump-Bereich für spontane Ideen. Dazu kommt ein wöchentlicher Tagesplan mit der wichtigsten Aufgabe des Tages. Das klingt aufwendig – ist es aber nicht, wenn man erstmal drin ist.

Wichtig: Statt fertige Journals wie das von Steven Bartlett (ca. 50 Euro) oder Julian Zietlow zu kaufen, empfiehlt Christian, einfach ein leeres Notizbuch zu nehmen und es selbst zu gestalten. Vorlagen gibt es auf YouTube zuhauf – aber fang lieber simpel an, bevor du dich in aufwendige Templates verlierst.

Was sagt Atomic Habits über das Aufbauen von Gewohnheiten?

James Clear argumentiert in Atomic Habits, dass du die Hürde für eine neue Gewohnheit so klein wie möglich halten solltest. Nicht „Ich trainiere 30 Minuten“, sondern „Ich ziehe meine Sportschuhe an“. Das reicht, um ins Handeln zu kommen. Außerdem geht es nicht um Ziele, sondern um Systeme und Identität.

Christian hat diesen Ansatz direkt umgesetzt: Nach dem Umzug hat er sich einfach vorgenommen, die Laufschuhe vorne hinzustellen und loszugehen – egal wie kurz. Der erste Lauf waren 10 bis 15 Minuten. Kein großes Ziel, kein Druck. Das Buch dreht sich auch um den Gedanken, dass du Gewohnheiten über deine Identität aufbaust: Nicht „Ich will gesund essen“, sondern „Ich bin ein gesunder Mensch“. Das ist ein kleiner sprachlicher Twist mit großer Wirkung.

Kevin ergänzt dazu das Prinzip „Never skip a second day“: Einen Pausentag kannst du einlegen, aber niemals zwei hintereinander. Das hat sich für ihn als praktikabelste Regel bewährt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Apps eignen sich zum Tracken von Sport und Ernährung?

Kevin nutzt die App Heavy für strukturierte Workouts mit Apple Watch-Integration, Nike Run fürs Laufen und MyFitnessPal zum Kalorien tracken. Letztere ist kostenlos nutzbar und erlaubt das Einscannen von Produkten per Barcode. Für einfaches Kalorientracken reicht die kostenlose Version völlig aus.

Wie viele Gewohnheiten sollte man gleichzeitig tracken?

Christian empfiehlt, nicht zu viele Gewohnheiten auf einmal anzugehen. Er trackt aktuell Fitness, Schlaf, Lesen, Supplements, Meditation – und lässt ein Feld bewusst noch leer, weil er noch nicht weiß, was er dort reinpacken möchte. Weniger ist mehr, besonders am Anfang.

Was ist der Unterschied zwischen einem Bullet Journal und einem normalen Tagebuch?

Ein klassisches Tagebuch ist meist fließender Text über den Tag. Ein Bullet Journal ist modular aufgebaut: Es gibt Tracker, Listen, Monatsübersichten und Braindump-Seiten. Du entscheidest selbst, welche Bereiche du brauchst. Es ist eher ein System zur Selbstorganisation als ein emotionales Tagebuch.

Fazit und deine 3 Takeaways

Episode 99 ist eine ehrliche, motivierende Folge über das Thema Gewohnheiten tracken und Selbstdisziplin – ohne erhobenen Zeigefinger. Christian und Kevin zeigen, wie unterschiedlich Produktivitätssysteme aussehen können und dass der beste Ansatz immer der ist, der zu dir persönlich passt.

  • Starte klein: Zieh die Sportschuhe an, schreib drei Zeilen ins Journal – die kleinste mögliche Handlung reicht, um eine Gewohnheit zu starten.
  • Bau dein Journal selbst: Kauf kein teures Fertigprodukt. Ein leeres Notizbuch und zehn Minuten YouTube-Recherche reichen, um ein System zu bauen, das wirklich zu dir passt.
  • Denk in Identität, nicht in Zielen: Frag dich nicht, was du erreichen willst – sondern wer du sein willst. „Ich bin jemand, der jeden Tag Sport macht“ ist kraftvoller als „Ich will 5 Kilo abnehmen“.

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