Networking und Meetings sind für Selbstständige mehr als nur Kalendereinträge – sie sind der Treibstoff für neue Ideen, Entscheidungen und Geschäftsmöglichkeiten. In Episode 118 von Weiter im Chaos sprechen Christian Arns und Kevin Roeder offen darüber, wie ihr Alltag wirklich aussieht, warum Meetings oft sinnlos sind und was Netzwerken mit echtem Unternehmenserfolg zu tun hat. Außerdem: Christian enthüllt, dass er kurz davor steht, eine neue Firma zu gründen.

Was dich in dieser Episode erwartet

  • Kevin hat einen 10-von-10-Tag – und verrät, warum er kurz vor einer Firmengründung steht
  • Christian kämpft mit Meeting-Overload und fragt sich, ob das wirklich sein muss
  • Wie Networking und Meetings im Selbstständigen-Alltag wirklich funktionieren
  • Warum die Grenzen zwischen privat und beruflich bei Selbstständigen verschwimmen
  • Die Kraft von WhatsApp-Introductions und lockeren Kaffee-Calls
  • Steven Bartletts Five Buckets und was sie mit Netzwerken zu tun haben
  • Wie man Meetings mit klarem Ziel und Struktur sinnvoll gestaltet

Networking und Meetings – wie geht das als Selbstständiger?

Als Selbstständiger ersetzt ein starkes Netzwerk das Team im Büro. Networking und Meetings laufen informeller ab: Ein lockerer Call, eine WhatsApp-Gruppe zur Vorstellung, ein Mastermind alle vier Wochen. Wer kontinuierlich gibt, bekommt zurück – und aus jedem Gespräch kann unerwartetes Feedback, eine neue Idee oder sogar ein Kunde entstehen.

Christian beschreibt in der Episode, wie er in den letzten Wochen immer wieder mit Leuten telefoniert hat, denen er seine Content-Automatisierungen gezeigt hat – oft ganz nebenbei, ohne feste Agenda. Das Ergebnis: Spontanes Feedback, konkrete Kaufbereitschaft und am Ende sogar ein potenzieller Co-Founder für eine neue Firma. Genau das ist der Unterschied zwischen einem durchgetakteten Pflicht-Meeting und einem echten Netzwerk-Gespräch.

Wie viele Meetings sind eigentlich zu viele?

Kevin hatte an einem Tag von 9 bis 18 Uhr fast durchgehend Meetings mit nur einer Stunde Pause. Das Ergebnis: mentale Erschöpfung durch ständigen Kontextwechsel. Ein Meeting macht nur Sinn, wenn es ein klares Ziel hat, alle vorbereitet sind und am Ende ein konkretes Ergebnis steht – sonst ist es rausgeworfene Zeit.

Kevin hat für sein Team sogar Spielregeln für Meetings definiert: Check-in zu Beginn, klares Ziel in der Mitte, Check-out am Ende. Wer nicht weiß, warum er in einem Meeting sitzt oder was sein Beitrag sein soll, sollte das vorher klären – oder das Meeting absagen. Networking und Meetings funktionieren nur, wenn beide Seiten wissen, was sie voneinander wollen. Laut einer HubSpot-Analyse zu Arbeitsproduktivität gelten schlecht strukturierte Meetings als einer der größten Zeitfresser in Unternehmen.

Häufig gestellte Fragen

Wie baue ich als Selbstständiger ein Netzwerk auf?

Sei in möglichst vielen verschiedenen Bereichen vernetzt – nicht nur in deiner Branche. Hilf anderen aktiv, bevor du selbst etwas brauchst. Nutze WhatsApp-Gruppen für gegenseitige Vorstellungen und bring Menschen zusammen, die voneinander profitieren können. Masterminds mit anderen Selbstständigen sind besonders wertvoll für regelmäßigen Austausch auf Augenhöhe.

Was ist das Wichtigste bei einem guten Meeting?

Ein klares Ziel. Jeder im Raum sollte vor dem Meeting wissen, warum er dabei ist, was er beiträgt und was am Ende rauskommen soll. Christian und Kevin empfehlen außerdem: Lieber einen lockeren Call ohne Agenda als ein verkrampftes Meeting mit Präsentation – echtes Gespräch bringt oft mehr als jede PowerPoint-Folie.

Können Netzwerk-Gespräche auch automatisch zu Sales werden?

Ja – und genau das ist der Trick. Wenn du regelmäßig mit Menschen in Kontakt bist, dich hilfreich zeigst und über deine Arbeit sprichst, erinnern sich Leute an dich, wenn Bedarf entsteht. Christian hat durch lockere Kaffee-Calls konkrete Kaufsignale für sein neues KI-Tool bekommen, ohne aktiv zu pitchen. Netzwerken ist damit auch ein starkes Marketingwerkzeug.

Fazit und deine 3 Takeaways

Episode 118 macht klar: Networking und Meetings sind kein notwendiges Übel – sie sind, richtig eingesetzt, einer der mächtigsten Hebel im Business. Der Schlüssel liegt in Qualität statt Quantität, echtem Interesse aneinander und klaren Erwartungen. Egal ob angestellt oder selbstständig – wer sein Netzwerk pflegt und Meetings mit Sinn füllt, ist klar im Vorteil. Mehr Denkanstöße aus dem Podcast findest du bei allen Episoden von Weiter im Chaos.

  • Definiere vor jedem Meeting ein klares Ziel – und frag dich ehrlich, ob du wirklich dabei sein musst.
  • Pflege dein Netzwerk aktiv und gib zuerst – eine WhatsApp-Vorstellung oder ein kurzer Check-in reicht oft schon.
  • Trenne privat und beruflich nicht zu strikt – die besten Ideen und Connections kommen oft aus unerwarteten Gesprächen.