UX Design ist längst mehr als nur hübsche Oberflächen – und genau das macht Carina Fischer in dieser Episode von Weiter im Chaos deutlich. Als erfahrene UX Designerin teilt sie ihr Wissen darüber, wie digitale Produkte wirklich nutzbar werden. In Episode 51 sprechen Christian und Kevin mit ihr über den Alltag als UX Designerin, typische Missverständnisse rund ums Thema und warum gutes Design oft unsichtbar ist.
Was dich in dieser Episode erwartet
- Was UX Design wirklich bedeutet – und warum es weit über Ästhetik hinausgeht
- Der Alltag einer UX Designerin – von Nutzerbefragungen bis zu Prototypen
- Warum gutes Design oft unsichtbar ist – und genau das das Ziel ist
- Wie UX und UI zusammenhängen – und was den Unterschied ausmacht
- Häufige Fehler bei der Produktentwicklung – wenn Design zu spät kommt
- Einstieg in die UX-Karriere – was Carina Anfängern empfiehlt
- Tools und Methoden im UX-Alltag – was wirklich genutzt wird
Was ist UX Design und warum ist es so wichtig?
UX Design steht für User Experience Design – also die Gestaltung von Nutzererlebnissen. Es geht darum, digitale Produkte so zu bauen, dass sie intuitiv, effizient und angenehm zu bedienen sind. Gutes UX Design löst echte Probleme der Nutzer, bevor diese überhaupt merken, dass ein Problem da war.
Carina Fischer erklärt im Gespräch, dass viele Menschen UX Design mit visuellem Design gleichsetzen – also mit Farben, Schriften und Icons. Dabei ist der eigentliche Kern des UX Designs die Forschung: Wer sind die Nutzer? Was brauchen sie? Wo scheitern sie? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, beginnt die eigentliche Gestaltungsarbeit. Der Prozess ist iterativ – es wird gebaut, getestet, verbessert und wieder getestet. Das klingt nach viel Aufwand, zahlt sich aber aus: Produkte, die wirklich funktionieren, brauchen weniger Support und erzielen bessere Ergebnisse.
Wie wird man UX Designerin – und was braucht man dafür?
Für den Einstieg ins UX Design braucht es kein klassisches Designstudium. Wichtiger sind Empathie, analytisches Denken und die Bereitschaft, sich intensiv mit Nutzern auseinanderzusetzen. Viele erfolgreiche UX Designer kommen aus ganz anderen Bereichen – Psychologie, Kommunikation oder sogar Informatik.
Carina berichtet aus ihrer eigenen Erfahrung, dass der Quereinstieg ins UX Design absolut möglich ist – und heute durch Online-Kurse, Bootcamps und eine aktive Community so zugänglich wie nie zuvor. Entscheidend ist, ein Portfolio aufzubauen, das echte Projekte zeigt – auch wenn diese am Anfang nur fiktive Übungsarbeiten sind. Wer zeigen kann, wie er oder sie denkt und Probleme löst, hat gute Chancen. Laut Bitkom fehlen in Deutschland tausende Fachkräfte in digitalen Berufen – darunter auch UX Designer, was den Beruf besonders attraktiv macht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen UX und UI Design?
UX Design befasst sich mit dem gesamten Nutzererlebnis – also wie ein Produkt funktioniert und sich anfühlt. UI Design fokussiert sich auf die visuelle Oberfläche: Buttons, Farben, Layouts. Beide Disziplinen überschneiden sich, sind aber eigenständige Felder. In vielen kleineren Teams übernimmt eine Person beide Rollen.
Welche Tools nutzen UX Designer im Alltag?
Zu den gängigsten Tools gehören Figma für Prototypen und Designs, Miro für Workshops und Konzeptarbeit sowie verschiedene Tools für Nutzertests. Die Wahl der Tools hängt stark vom Team und Projekt ab – wichtiger als das Tool ist der Prozess dahinter.
Kann man UX Design als Freelancer machen?
Ja, absolut. Viele UX Designer arbeiten erfolgreich selbstständig. Wichtig sind ein starkes Portfolio, ein gutes Netzwerk und die Fähigkeit, Kunden den Wert von UX Design klar zu kommunizieren. Der Einstieg in die Selbstständigkeit erfordert etwas Mut, aber die Nachfrage ist hoch.
Fazit und deine 3 Takeaways
UX Design ist eine der spannendsten Disziplinen im digitalen Bereich – und Carina Fischer zeigt in dieser Episode eindrucksvoll, wie vielseitig und menschlich dieser Job ist. Wenn du mehr solche Gespräche willst, schau dir gerne alle Episoden von Weiter im Chaos an.
- Fang mit den Nutzern an: Bevor du designst, forsche. Sprich mit echten Menschen, verstehe ihre Probleme – erst dann macht Design Sinn.
- Portfolio schlägt Zertifikat: Zeig, wie du denkst und Probleme löst. Eigene Projekte – auch fiktive – sind dein bestes Bewerbungsdokument.
- Gutes Design fällt nicht auf: Wenn Nutzer ein Produkt problemlos bedienen, ohne nachzudenken, hat UX Design seinen Job gemacht.



