Die NICE Methode Produktivität könnte die Antwort sein, wenn du dich mit klassischen SMART Zielen immer wieder unter Druck gesetzt fühlst. Christian Arns hat genau das beim Morgenkaffee im Dreiviertel Café in Köln entdeckt – im Buch Feel Good Productivity von Ali Abdaal. In dieser Episode teilt er, warum NICE Ziele für ihn ein Gamechanger sind und wie du sie sofort in deinen Alltag einbauen kannst.
Was dich in dieser Episode erwartet
- Warum SMART Ziele zwar funktionieren, aber für viele Menschen puren Stress bedeuten
- Was die NICE Methode Produktivität ausmacht und was die vier Buchstaben bedeuten
- Wie die ‚5 Warums‘ von Toyota-Gründer Sakishi Toyoda dir helfen, echte Probleme zu finden
- Konkrete Beispiele für NICE Ziele in den Bereichen Fitness, Karriere und Bildung
- Warum der Fokus auf den Prozess statt auf das Ergebnis langfristig mehr bringt
- Wie du Spaß und Energie gezielt in deine Aufgaben einbaust
- Wie SMART und NICE sich sinnvoll kombinieren lassen
Was ist die NICE Methode Produktivität – und wie funktioniert sie?
Die NICE Methode Produktivität steht für Near Term, Input Based, Controllable und Energizing. Anders als SMART Ziele liegt der Fokus nicht auf dem großen Endergebnis, sondern auf dem konkreten nächsten Schritt. Du setzt dir kleine, sofort umsetzbare Ziele, die in deinem Einflussbereich liegen und dir echte Energie geben – statt dich zu lähmen.
Christian hat das Konzept direkt aus Ali Abdaals Buch Feel Good Productivity mitgenommen. Sein Fazit: SMART Ziele sind gut für langfristige Meilensteine, aber im Alltag sorgen sie eher für Druck als für Fortschritt. Wer sich täglich fragt ‚Bin ich dem 20-Kilo-Ziel nähergekommen?‘, verliert schnell die Lust. Wer sich stattdessen fragt ‚Habe ich heute 30 Minuten trainiert?‘, bleibt dran.
Was steckt hinter den vier Buchstaben von NICE?
N – Near Term: Fokussiere dich auf kurzfristige Ziele, die du sofort angehen kannst. Nicht ‚Ich will in einem Jahr 20 Kilo abnehmen‘, sondern ‚Ich gehe heute 10 Minuten spazieren‘. Kleine Schritte, die dich in die richtige Richtung bewegen.
I – Input Based: Es geht um deinen Einsatz, nicht um das Ergebnis. Statt ‚Ich werde Bestsellerautor‘, lautet das Ziel ‚Ich schreibe jeden Tag 100 Wörter‘. Der Prozess steht im Vordergrund.
C – Controllable: Deine Ziele sollten ausschließlich von dir abhängen – keine externen Faktoren. Nicht ‚Ich bekomme in zwei Jahren eine Gehaltserhöhung‘, sondern ‚Ich investiere einmal pro Woche eine Stunde in neue Skills oder Networking‘.
E – Energizing: Das ist laut Christian vielleicht der wichtigste Punkt. Deine Ziele sollen dir Energie geben, nicht nehmen. Kannst du Play, Power oder People einbauen? Zum Beispiel: Sport mit einem Freund machen oder spielerische Elemente in den Arbeitsalltag integrieren. Studien zur Arbeitsmotivation zeigen übrigens: Wer Freude an seinen Aufgaben hat, bleibt deutlich länger produktiv – das deckt sich genau mit dem, was Ali Abdaal in seinem Buch beschreibt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SMART und NICE Zielen?
SMART Ziele sind spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert – ideal für große Meilensteine. NICE Ziele dagegen fokussieren auf kurzfristige, prozessorientierte und energiespendende Schritte im Alltag. Beide Methoden lassen sich gut kombinieren: SMART für die Gesamtrichtung, NICE für den täglichen Antrieb.
Was sind die 5 Warums nach Toyota?
Die Methode stammt von Sakishi Toyoda, dem Gründer von Toyota. Wenn ein Problem auftritt, fragt man fünfmal hintereinander ‚Warum?‘, um zur echten Ursache vorzudringen. Oberflächliche Antworten reichen nicht – erst die fünfte Ebene zeigt das wirkliche Problem. Eine einfache, aber mächtige Technik, auch für den Arbeitsalltag jenseits der Autoproduktion.
Für wen eignet sich die NICE Methode besonders?
Die NICE Methode Produktivität eignet sich vor allem für Menschen, die sich von großen Zielen schnell überwältigt fühlen oder die Lust verlieren, sobald das Ziel noch weit entfernt scheint. Selbstständige, Freelancer und alle, die eigenverantwortlich arbeiten, profitieren besonders – weil externer Druck fehlt und innere Motivation umso wichtiger wird.
Fazit und deine 3 Takeaways
Christian hat in dieser kurzen, ehrlichen Episode einen echten Denkanstoß geliefert: Große Ziele sind wichtig, aber sie allein bringen dich nicht in Bewegung. Die NICE Methode Produktivität gibt dir einen Rahmen, um täglich kleine, sinnvolle Schritte zu gehen – ohne die Energie zu verlieren. Wenn du mehr solcher Impulse willst, schau dir gerne alle Episoden von Weiter im Chaos an.
- Fang klein an: Definiere heute ein einziges NICE Ziel für morgen – maximal 30 Minuten Einsatz, vollständig in deiner Kontrolle.
- Baue Spaß ein: Überleg dir, wie du Play, Power oder People in eine nervige Aufgabe integrieren kannst – das E von NICE macht den Unterschied.
- Kombiniere klug: Behalte deine SMART Ziele für die große Richtung, aber steuere deinen Alltag mit NICE Zielen – so bleibst du motiviert, ohne den Überblick zu verlieren.



